Forschung im Internet

Das Internet

Mit dem Internet findet sich mittlerweile eine weitere wichtige Quelle für den Familienforscher. Unzählige Verfasser von Webseiten geben Ihre Forschungsergebnisse wieder und Vereine sowie Organisationen sind im Web ebenfalls vertreten. Es bilden sich Interessengemeinschaften durch Newsgroups oder Foren, und es existieren eine Menge an speziellen Suchmaschinen und Datenbanken für den Familienforscher.

Ein größeres Problem stellt das Finden der ganzen Informationen dar. Für private Webseiten lassen sich allgemeine Suchmaschinen einsetzen, wie Google, Yahoo oder Web.de. Diese füttert man mit dem gewünschten Suchbegriff, einen Familiennamen oder spezielle Sachwörter, wie zum Beispiel »Stammbaum« oder »Genealogie«. Die Suchmaschine liefert eine Liste von Webseiten zurück, die mehr oder weniger auf die Suchbegriffe zutreffen.

Nachteilig wirkt sich aus, dass das Internet mittlerweile solch eine Dimension angenommen hat, dass die Trefferquote eine Vielzahl an möglichen Webseiten liefert und die Auswahl damit nicht gerade leichter wird. Jedoch lassen sich diese teilweise auch über spezielle Schlüsselwörter oder reguläre Ausdrücke einschränken. In Abhängigkeit natürlich, ob die Suchmaschine solch eine Funktion auch unterstützt (--> hierzu bitte auch die Hilfe der Suchmaschine befragen!).

Auch können spezielle Suchmaschinen, die sich auf genealogische Zusammenhänge spezialisiert haben, hier ein großer Nutzen sein – wie z. B. die Suchmaschine Mocavo oder yasni.de.

Innerhalb von Newsgroups finden Sie zahlreiche Gleichgesinnte, die ebenfalls auf der Suche nach weiteren Daten oder Informationen für die eigene Familiengeschichte sind, einen Frage zu genealogische Begriffen haben oder einfach nur einen Rat einholen wollen. Das ganze kann man sich als »Schwarzes Brett« vorstellen, an das jeder seine Notiz anheften kann – in der Hoffnung, dass man auch eine Rückantwort mit den richtigen Antworten erhält. Newsgroups sind also mehr für Anfragen gedacht, die durch andere Teilnehmer beantwortet werden können. Demnach fallen einem hier die Informationen nicht einfach so in den Schoss, sondern man muss dann schon selbst weiter forschen.

Eine Auswahl an Newsgroups finden Sie bei den Weblinks und Newsgroups. Beachten Sie, dass Sie nicht unbedingt jede Newsgroup lesen können. Welche Newsgroups Sie empfangen können, hängt davon ab, welchen News-Server Ihr Provider unterstützt. Newsgroups, die der betreffende News-Server nicht abonniert hat, sind für Sie nicht abrufbar – es sei denn, Sie ändern in Ihren Einstellungen den Server, von dem Sie die Newsgroups empfangen möchten.

Eine weitere Möglichkeit bietet hier auch Google an, wo Sie direkt über den Browser spezielle genealogische Foren abrufen und anzeigen lassen können. Auch ältere Forenbeiträge können hierbei durchsucht und abgerufen werden.

Web-Ringe und Communities

Eine andere Form des Austausches sind sogenannte Web-Ringe. Sie sind ein Zusammenschluss von verschiedenen Webseiten, die dem gleichen Interessengebiet zu zuordnen sind. So auch für Genealogie. Vorstellen muss man sich das wie eine geschlossene Perlenkette, wobei jede Perle eine entsprechende Webseite symbolisiert. Stück für Stück klickt man sich von einer Webseite zur nächsten. Sind Sie selber stolzer Besitzer einer Webseite, so können auf diesem Weg andere Forscher ansprechen, und vielleicht finden Sie ja neu Kontakte, die Ihrer Forschung förderlich sind. Mittlerweile muss man aber sagen, dass die Navigation über Web-Ringe doch sehr veraltet ist und kaum noch zum Einsatz kommen dürfte.

Im Zuge des sogenannten »Web 2.0« hat sich auch der Bereich der Genealogie im Internet gewandelt und es gibt immer mehr »Communities« zu genealogischen Themen. Eine »Community« ist quasi ein Netzwerk, welches Verknüpfungen über bestimmte Daten zu andere Teilnehmer herstellen kann und darüber Kontakte zu andere Person herstellen kann. Beispiele für solch eine Community wären verwandt.de oder FamilyOne.

Datenbanken im Internet

Einer der besten Informationsquellen sind spezielle, genealogische Datenbanken, die mit einer Fülle von genealogischen Daten aufwarten können. Mittels einer Suche lasst sich in diesen Datenbank Inhalte abfragen und entsprechend darstellen. Solche Datenbank werden ständig erweitert und aktualisiert, wobei die Daten selber meist von anderen Forschern zur Verfügung gestellt werden. Einige Datenbanken werden auch von Vereinen oder Archive selbst verwaltet, und manche sind eventuell auch mit zumeist geringen Kosten verbunden, damit Sie auch alle Informationen zum sehen zu bekommen.

Die wohl wichtigste Datenbank diesbezüglich dürfte die der Mormonen (--> »Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage«) sein. Aus Glaubensgründen haben sie eine gigantische Datenbank aufgebaut und diesen nicht nur ihren Anhängern, sondern auch der Allgemeinheit zur freien(!) Verfügung gestellt. So können sie zum Beispiel von fast allen deutschen Kirchenbücher Zweitkopien auf Mikrofilm anfordern oder eine Onlinesuche im Datenbestand durchführen. Vielleicht haben Sie auch Glück und finden in der Vielzahl der bisher erfassten Stammbäume und Kirchenbucheinträge ebenfalls einige Vorfahren aus Ihrer Reihe.

Im deutschsprachigen Raum dürfte die Datenbank GEDBAS des Vereins für Computer-Genealogie (CompGen) sein. Hier finden Sie eine Vielzahl an genealogischen Daten, wobei der größte Teil durchaus aus dem deutschsprachigen Raum stammen dürfte. Zusätzlichen finden Sie bei CompGen auch viele weitere interessante Datenbanken, wie zum Beispiel Foko, GOV, Ortsfamilienbücher, Anzeigen, DigiBib, …

Für eher französische Gebiete bietet sich die Datenbank Geneanet an, wobei diese zunehmend auch andere Gebiete abzudecken weiß. Und für den amerikanischen oder englischen Raum läuft die Datenbank bei Ancestry.com (--> es gibt mittlerweile auch eine deutsche Webseite des amerikanischen Unternehmens: Ancestry.de).

Weitere Links finden Sie im Bereich Weblinks oder Sie klicken sich zur meiner privaten Datenbank weiter (--> nur für registrierte Benutzer!).