Ein neuer Name in meiner Familienforschung

Mit einer Heirat geht normalerweise ein Familienname in einen neuen auf – so war es bei meiner Schwester ebenfalls und der Familienname »Güngerich« erscheint in meiner Familienforschung. Da für die Hochzeit auch eine Hochzeitszeitung geplant war, wurden entsprechende Nachforschungen angestellt. Es fanden sich zwar wenige, aber dafür doch sehr interessante Informationen.

Bei der eher allgemeinen Suche nach dem Familienname Güngerich im Internet spuckte mir Google eine amerikanische Webseite [1] aus, die mich in den Bann zog. Folgender Ausschnitt interessierte mich besonders:

Der Familienname »Güngerich« ist ein mennonitischer Familienname mit Berner Ursprung (Schweiz). Der Name leitet sich von Gingerich, Gündrich ab, aus dem dann wahrscheinlich Güngerich wurde. Der Name taucht in den Berner Aufzeichnungen schon im Jahre 1389 auf. Es scheint so, dass der Familienname aus der Grafschaft von Konolfingen stammte, einem Bezirk von Bern.

Diese Darstellung wurde von der neuen Verwandtschaft im privaten Gespräche ebenfalls bestätigt.

Güngerich

Auf der Hochzeit wurde aber meinem Schwager von seinem Vater ironisch noch darauf hingewiesen, dass der Familienname »Güngerich« in Deutschland ja doch nicht mehr so weit verbreitet sei und es noch keine männlichen Nachkommen gibt. Ein Blick bei verwandt.de zeigt, dass er da wirklich recht hat – so wie Sie dies auch in der Abbildung sehen können (=Abbildung: Die absolute Verteilung des Familienname »Güngerich« in Deutschland).
→ Ach ja, eine »Güngerich« gibt es jetzt natürlich mehr! Hier stimmt die Statistik bei verwandt.de noch nicht!

Die oben genannte Quelle enthält noch viele weitere Informationen und Daten. Jetzt muss ich nur noch meinen Schwager zur Familienforschung bringen – denn zurzeit ist ein Weiterforschen in diesem Nebenzweig bei mir leider (noch) nicht drin!

Aber da wäre er ja nicht der erste, in dem ich das Feuer für das tolle Hobby »Genealogie« anfachen würde …

 

___________________________
Quellenangabe:

[1] Global Anabaptist Mennonite Encyclopedia Online, http://www.gameo.org/encyclopedia/contents/G563ME.html