Stadtrundgang durch Tübingen

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Karte

Streckenbeschreibung

Unserer Ausgangspunkt ist der Taubenturm auf der Plantanenallee. Von hier hat man den besten Blick auf die berühmte malerische Tübinger »Neckarfront«. Auf der gegenüberliegenden Stadtmauer wurden schon im Mittelalter Häuser errichtet. Danach gehen wir die Treppen wieder zur Brücke hoch und gehen weiter nach links über dieBrücke. Hier gibt es nochmals die Möglichkeiten, einen schönen Blick auf den Neckar und die Häuser zu werfen.

Am Ende der Brücke gehen wir gleich wieder links einen kleinen Rundgang um einen Turm und die Treppen zum Zwingel hinab. Dies ist der alte Stadtgraben von Tübingen und beliebter Studenttreffer mit Blick auf die Platanenallee. Wir laufen auf dem Zwingel weiter, bis wir am Hölderlinturm ankommen. Hier lebte der kranke Dichter Friedrich Hölderlin (* 1770) von 1807 bis zu seinem Tod 1843 bei der Familie des Schreinermeisters Zimmer und dürfte das bekannteste Wahrzeichen von Tübingen sein.

Am Turm gehen wir rechts das kleine Gässchen nach oben weiter, wo wir oben in der Bursagasse dann links abbiegen. Weiter geht es zur Burse, die wir linkerhand erreichen und vor der ein größerer Vorplatz liegt. Die Burse wurde nach der Universitätsgründung als Studentenwohnhaus und -lehranstalt errichtet. Von 1803 bis 1805 wurde das Gebäude im Stil des Klassizismus zum ersten Tübinger Klinikum umgebaut. Einer der ersten Patienten war Friedrich Hölderlin, der nach einer 231 Tage dauernden Behandlung am 3. Mai 1807 als unheilbar entlassen wurde.

Von der Burse gehen wir weiter die Gasse hoch, wo wir in die Gasse Klosterberg kommen und nach ein paar Meter rechter Hand, etwas unterhalb der Gasse, am Neckarbad vorbei kommen (=kleines Tor in der ehemaligen Stadmauer). Hier war früher die Badeanstalt vor der Stadtmauer.

Weiter geht es noch ein paar Schritte im Klosterberg hoch, dann steht man direkt vor dem Evangelisches Stift, wobei man sich hier den wunderschönen Innenhof anschauen kann. Das Stift ist ein ehemaliges Augustinerkloster. Nach Einführung der Reformation in Württemberg wurde es zum herzoglichen Stipendium – einer kostenlosen Ausbildungsstätte für evangelische Theologiestudenten – ausgebaut. In diesen Mauern wurde »ein Stück europäischer Geistesgeschichte geschrieben«.

Wenn wir aus dem Stift kommen, gehen wir das letzte Stück in der Gasse hoch, wo wir schon am Ende Treppen sehen können. Diese gehen wir nach oben, wobei wir am Evangelischen Stift vorbei laufen. Oben angekommen, gehen wir etwas rechts zur Kreuzung und biegen in die schmalen Straße ein – hier findet man auch schon das Schild, welches zum Schloss hoch weist. Die Straße selber ist die Burgsteige, in der die ältesten Häuser von Tübingen zu finden sind.

Im weiter hoch, bis wir vor dem Torbogen des Schloss Hohentübingen stehen. Dieses Renaissanceportal im Stil eines römischen Triumphbogens ist beeindruckend und lädt uns zum weiteren Bummeln im Schloss ein. Im Innenhof selber befinden sich viele Universitätsinstitute und eine Vielzahl an Sammlungen. Vor dem eigentlichen Schloss, hat man eine tolle Aussischt auf die Ober- und Unterstadt von Tübingen, sowie bei guter Sicht einen tollen Weitblick bis zum Albaufstieg.

Vom Schloß steigen wir durch die Burgsteige wieder hinab zur Kreuzung, wo wir eine kurze Gasse links hinab zum Rathaus und Marktplatz gehen. Wir stehen jetzt auf dem Marktplatz mit dem Neptunbrunnen und haben eine Aussicht auf die Rathausfront. Das  Rathaus wurde 1435 dreistockig aufgebaut, 1508 um ein viertes Geschoss aufgestockt und 1511 mit einer von Johannes Stöffler geschaffenen kunstvollen astronomischen Uhr verziert. Die Hauptfassade des Rathauses erhielt 1877 ihr malerisches Aussehen zum 400jährigen Jubiläum der Universität.

Vom Marktplatz aus gehen wir wieder hoch, am Rathaus links vorbei und biegen in die Haaggasse ein. Dieser folgen wir ein Stück, bis wir rechts über eine Treppe in die Judengasse kommen. Im Mittelalter war dies das Wohngebiet der Tübinger Jüdinnen und Juden. Hier gehen wir gleich wieder links und eine schmale Gasse rechts weiter bis zur Ammergasse, in die wir links einbiegen.

Weiter geht es bis zur Seelhausgasse. Hier über den Platz an der Ammer entlang, wo wir rechts schon den Weg Im Zwinger sehen können. Hier hinein und wir wandern an Teilen der alten Stadtmauer entlang, bis wir vorne auf die Mauerstraße treffen. Hier rechts weiter und gleich wieder rechts in die Seelhausgasse. Dieser folgen wir bis zur Jakobgasse, in die wir einbiegen.

In der Jakobgasse laufen wir an der Jakobuskirche vorbei, die eine Station auf dem europäischen Pilgerweg nach Santiago di Compostella ist. Ein kurzer Blick in die die eher schlichte Kirche im romanischen Stil, bevor wir dann weiter der Jakobgasse folgen, bis wir auf die Krumme Brücke stossen.

Die Krumme Brücke ist eine Brücke über der Ammer. In der Nähe liegt die »Wette«, ein kleiner Teich, der als Viehtränke benutzt wurde, das Säubern von Fahrzeugen ermöglichte und der Feuerwehr als Wasserreservoir diente.

Aus der Jakobgasse kommend, laufen wir links die Schmiedtorstraße hoch, bis wir an der eigentlichen Fruchtschranne ankommen – eines der ältesten und schönsten Bauwerke der Stadt mit alemannischem Fachwerk aus dem späten 15. Jahrhundert. Am Gebäude gehen wir vorbei und gleich rechts in die Bachgasse und danach in die Straße Bei der Fruchtschranne.

Ein paar Meter geht es wieder links in die Neustadtgasse und wiederum gleich links in den Stiefelhof. Hier finden wir das älteste, urkundlich erwähnte (1323) Haus Tübingens. Danach wieder aus der Sackgasse heraus und leicht schräg geradeaus und rechts die Seitengasse folgen, bis wir wieder auf die Straße Bei der Fruchtschranne stossen.

Wieder ein paar Meter weiter biegen wir in die Kornhausstraße, wo wir an der gegenüberliegenden Ecke zur Marktgasse das Kornhaus sehen. Das Kornhaus wurde 1453 erbaut. Früher war im Erdgeschoss ein Getreidehandel und -lager untergebracht.

Wir biegen in die Marktgasse ein und gehen bis zur Hälfte hoch, wo wir über die Lammhof Passage in die parallel verlaufende Hirschgasse kommen. Hier rechts hoch, um dann gleich wieder links in die Collegiumsgasse einzubiegen und wir bis zum Ende derGasse am Tor zum Wilhelmsstift stehen. Das Wilhelmsstift war eine ehemalige Ritterakademie, als Collegium illustre von 1588 bis 1592 erbaut. Es war bis zum 30jährigen Krieg die bevorzugte Ausbildungsstätte des protestantischen Adels in ganz Europa.

Wir folgen der Langen Gasse hinab, wo wir dann in die Metzgergasse einbiegen. Über eine der vielen Brücken über die Ammer geht es auf der linken Seite der Ammer zum Nonnenhaus, einem wunderschönes Fachwerkhaus aus dem 15. Jahrhundert mit hübschem Treppenaufgang und »Sprachhaus« (WC) zur Ammer.

Wir bleiben auf dem Weg und gehen weiter bis zum Ende, wo wir dann rechts wieder über die Ammer gehen und eine Gasse nach oben folgen. Oben gehen wir leicht rechts schräg in die Pfleghofstraße rein. Hier gehen wir bis zum Ende.

An der Ecke Pfleghofstraße - Schulberg trifft man auf den ehemaligen Pfleghof des Klosters Bebenhausen. An der Ecke zur Stiftskirche befindet sich die mittelalterliche Eingangstür zur Kapelle.

Wir gehen rechts weiter und gelangen auf den Holzmarkt. Von hier hat man einen schönen Blick auf die den Platz dominierende Stiftskirche und ihre Fenster, die mit Reliefs der Kirchenpatrone Maria, Georg und Martin verziert sind. Vor der Kirche steht der Georgsbrunnen.

Ausser es wird gerade mal wieder renoviert, so wie bei uns, und die Stiftskirche ist in einem »wunderschönen« Gerüst verpackt! 

Ein Besuch der Stiftskirche bietet sich an und wenn man Glück hat, kann man auch auf den Turm steigen und den Chor besichtigen. Von oben hat man wieder einen schönen Ausblick auf die Umgebung.

Im Grunde genommen ist der Stadtrundgang jetzt hier zu Ende und man kann noch gemütlich Bummeln oder eine der Vielzahl an Gaststätten und Restaurant besuchen.

Man kann aber auch wieder zurück zum Ausgangspunkt laufen, indem man an der Stiftskirche rechter Hand vorbei geht und die Treppen hinunter läuft, wo man auf die Neckargasse trifft. Diese nach unten folgen, so dass man an der Neckarbrücke ankommt. Wieder rechts weiter, über die Brücke und zur Plantanenalle hinab. Eventuell schliesst man jetzt noch mit einen Rundgang auf der Insel ab!

Bilder

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Auf dem Zwingel
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Hölderlinturm
Blick auf die St...
Die Burse
Nochmals die Bur...
Neckarbad
Im Hof des Evang...
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Ein Turm des Sch...
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Schloss Hohentüb...
Innenhof von Sch...
Innenhof von Sch...
Innenhof von Sch...
Innenhof von Sch...
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Innenhof von Sch...
Innenhof von Sch...
Schattenspiel
Neptunbrunnen
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In der Jakobuski...
Jakobuskirche
An der Krummen B...
Fruchtschranne
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Beim Wilhelmssti...
Turm am Wilhelms...
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Tor am Wilhelmss...
Weiterer Turm am...
An der Ammer
Haus in der Lang...
Das Nonnenhaus
Stiftskirche
In der Stiftskir...
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Schloss Hohentüb...
Rathaus von oben
Das Wilhelmsstif...
Ein Blick auf de...
Die rauhe Alb
Blick von der Pl...

Tagebucheinträge

  • Wetter: Mehr bedeckt, als sonnig
  • Temperatur: 16° C
  • Wind: leichte Brise
  • Unterkunft:
  • Sehenswürdigkeiten: Platanenallee, Zwingel, Hölderlinturm, Burse, Neckarbad, Evangelisches Stift, Burgsteige, Schloss Hohentübingen, Marktplatz mit Rathaus, Judengasse, Alte Stadtmauer, Jakobuskirche, Krumme Brücke, Fruchtschranne, Stiefelhof, Kornhaus, Wilhelmsstift, Lange Gasse, Nonnenhaus, Pfleghof, Schulberg, Holzmarkt, Stiftskirche, Alte Aula, Münzgasse
  • Unternehmungen: Stadtrundgang
  • Erlebnisse: Schöne Aussicht vom Schlß über Tübingen, Stocherkahnbotte zugeschaut, Blick auf die (rauhe) Alb, schönes mittagsessen, Turmbesteigung der Stfitskirche, Shooping